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Das ABC der IT-Sicherheit

Von Authentifizierung bis Zero Trust: 26 Begriffe aus der IT-Sicherheit, die jeder Betrieb kennen sollte – jeweils in zwei Sätzen erklärt.

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IT-Sicherheit ist voller Abkürzungen und Fachbegriffe. Wer sie versteht, kann besser mitreden, Angebote vergleichen und Risiken einschätzen. Hier sind 26 Begriffe, einer pro Buchstabe, jeweils so kurz wie möglich erklärt.

A bis F

A wie Authentifizierung

Der Nachweis, dass du wirklich du bist – etwa durch Passwort, Fingerabdruck oder Code. Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) kombiniert zwei oder mehr davon und ist eine der wirksamsten Schutzmaßnahmen überhaupt.

B wie Backup

Eine Sicherungskopie deiner Daten an einem getrennten Ort. Nur ein Backup, das offline oder unveränderbar liegt und regelmäßig getestet wird, schützt auch vor Ransomware. Mehr: Cloud-Backup.

C wie CEO-Fraud

Betrug, bei dem sich Täter als Chef oder Geschäftsführer ausgeben und eine dringende Überweisung verlangen. Schutz: immer über eine bekannte Nummer zurückrufen.

D wie DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung der EU regelt, wie Unternehmen personenbezogene Daten verarbeiten dürfen. In Österreich ergänzt sie das Datenschutzgesetz (DSG).

E wie EDR

Endpoint Detection and Response: Schutzsoftware, die nicht nur bekannte Viren erkennt, sondern verdächtiges Verhalten auf Geräten und bei Bedarf automatisch eingreift. Mit menschlicher Überwachung rund um die Uhr heißt das MDR.

F wie Firewall

Der Türsteher deines Netzwerks: Sie entscheidet, welche Verbindungen hinein und hinaus dürfen. Moderne Firewalls erkennen auch Angriffsmuster (IDS/IPS).

G bis L

G wie Gütesiegel

Eine Bestätigung, dass ein Unternehmen bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllt, in Österreich etwa das Cyber Trust Austria Label. Ein Siegel ist eine Momentaufnahme und braucht laufende Pflege.

H wie Härtung

Das Abschalten aller Funktionen, Dienste und Zugänge, die ein System nicht braucht. Was nicht da ist, kann nicht angegriffen werden.

I wie Incident Response

Der geplante Ablauf bei einem Sicherheitsvorfall: erkennen, eindämmen, beseitigen, wiederherstellen, daraus lernen. Siehe Notfallplan bei Ransomware.

J wie Jailbreak

Das Aushebeln der Sicherheitsbeschränkungen eines Handys oder Tablets. Geräte mit Jailbreak haben im Firmennetz nichts verloren.

K wie Kryptografie

Die Wissenschaft der Verschlüsselung. Sie sorgt dafür, dass Daten auf Laptops, in Mails oder bei der Übertragung nur für Berechtigte lesbar sind.

L wie Least Privilege

Das Prinzip der minimalen Rechte: Jede Person und jedes Programm bekommt nur die Rechte, die für die Aufgabe nötig sind. Kein Alltag mit Admin-Konto.

M bis R

M wie Malware

Der Oberbegriff für Schadsoftware: Viren, Trojaner, Würmer, Spyware, Ransomware. Anzeichen einer Infektion: Ist mein Computer infiziert?

N wie NIS2

Eine EU-Richtlinie für mehr Cybersicherheit in wichtigen Branchen. In Österreich umgesetzt durch das NISG 2026, das seit 1. Oktober 2026 gilt. Details: Was bei NIS2 wirklich gilt.

O wie Offline-Backup

Eine Sicherung, die physisch oder logisch vom Netzwerk getrennt ist. Ransomware kann sie nicht erreichen.

P wie Phishing

Gefälschte Mails, Nachrichten oder Webseiten, die zur Eingabe von Zugangsdaten oder zum Öffnen von Schadsoftware verleiten. Der häufigste Einstieg für Angreifer. Mehr: Phishing-Schutz.

Q wie Quishing

Phishing per QR-Code, zum Beispiel auf Briefen oder Aufklebern. Der Code führt auf eine gefälschte Seite.

R wie Ransomware

Erpressersoftware, die Daten verschlüsselt und Lösegeld fordert, oft verbunden mit der Drohung, gestohlene Daten zu veröffentlichen. Mehr: Ransomware-Schutz.

S bis Z

S wie Social Engineering

Die Manipulation von Menschen, um an Informationen oder Zugänge zu kommen – per Telefon, Mail oder persönlich. Technik hilft wenig, Aufmerksamkeit viel.

T wie TLS

Das Verfahren, das Verbindungen im Internet verschlüsselt. Erkennbar am Schloss und an „https“ in der Adresszeile. Es sagt aber nichts darüber, ob die Seite seriös ist.

U wie Update

Eine Aktualisierung, die häufig Sicherheitslücken schließt. Der günstigste Schutz, den es gibt – wenn er zeitnah eingespielt wird.

V wie VPN

Ein verschlüsselter Tunnel, der von außen sicher ins Firmennetz führt. Ohne MFA ist auch ein VPN angreifbar.

W wie WLAN-Sicherheit

Ein Firmen-WLAN braucht ein starkes Passwort, aktuelle Verschlüsselung (WPA3 oder mindestens WPA2) und ein getrenntes Gast-Netz für Kunden und private Geräte.

X wie XDR

Extended Detection and Response: wie EDR, aber über Geräte hinaus – also auch E-Mail, Cloud-Konten und Netzwerk. So werden Angriffe sichtbar, die mehrere Bereiche betreffen.

Y wie YubiKey und andere Sicherheitsschlüssel

Kleine Hardware-Schlüssel für den USB-Anschluss oder per NFC, die als zweiter Faktor dienen. Sie gelten als besonders phishing-resistent.

Z wie Zero Trust

Das Prinzip „niemandem automatisch vertrauen“: Jeder Zugriff wird geprüft, egal ob er aus dem Büro oder von unterwegs kommt. Ersetzt die alte Vorstellung, dass im Firmennetz alles sicher sei.
Ein Begriff fehlt? Schreib uns, welche Abkürzung dir zuletzt in einem Angebot begegnet ist – wir erklären sie gern im Erstgespräch.

Über den Autor

Ing. Stefan Umgeher

Geschäftsführer, DIGITAL ASSISTANCE e.U.

Über 25 Jahre Praxis in der IT, spezialisiert auf IT-Sicherheit und Managed Services für Handwerksbetriebe und KMU. Von der WKO zertifiziert als Data & IT Security Expert, geprüfter Datenschutzexperte und akkreditierter NIS Expert.

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